Selbsthilfeförderung in Bayern - Über fünf Millionen Euro Selbsthilfe-Förderung

Mit 5,4 Millionen Euro fördert die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern die Arbeit von Selbsthilfegruppen, Landesorganisationen der Selbsthilfe und Selbsthilfekontaktstellen im Jahr 2015.

Darüber informiert die ARGE der Krankenkassenverbände in ihrer Pressemitteilung vom 2. Juli 2015 zur Förderung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe, die Sie nachfolgend herunterladen können.

SeKo Bayern erhielt für das Jahr 2015 eine Pauschalförderung in Höhe von 31.000 Euro.

Hilfreiche Beratung zur Selbsthilfeförderung!

Selbsthilfegruppen bewerten das Modell „Runder Tisch“ sehr positiv

Die bayerischen Selbsthilfegruppen bewerteten in einer Umfrage das Modell „Regionaler Runder Tisch“, das die Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen koordiniert, sehr positiv.

Von 2008 Selbsthilfegruppen, die im Jahr 2011 gefördert wurden, beantworteten 757 (38%) den Fragebogen zum Modell „Runde Tische“, einem einfachen und regional angesiedelten Förderverfahren. Hier wurde vor allen Dingen die Zufriedenheit mit dem „Einansprechpartnermodell“ abgefragt.

So empfanden 95 % der antwortenden Gruppen die Beratung durch die Mitarbeiter/innen der „Runden Tische“ als hilfreich, davon fast 70 % als „sehr hilfreich“.
Außerdem wurde die Beratung als kompetent, freundlich und informativ beschrieben.
Auch die Erreichbarkeit bekam Bestnoten: 94 % bescheinigten eine sehr gute und gute Erreichbarkeit der Mitarbeiterinnen, nur 2 % wünschten sich hier eine Verbesserung.

Dass es nach wie vor großen Informations- und Beratungsbedarf bei der Antragsstellung gibt, zeigen 463 persönliche Beratungen (61%) – so häufig wurde diese zeitintensive Leistung der beauftragten Selbsthilfekontaktstellen in Anspruch genommen.

Dass von den Personen mit persönlicher Beratung insgesamt 99 % diese sehr hilfreich und hilfreich fanden, spricht für die hohe Qualität der Beratung und zeigt deutlich, dass das Bayernmodell ein Erfolgsmodell ist.

Durch die Antragsberatung fanden die Selbsthilfegruppen aber auch zu anderen Leistungen der Selbsthilfekontaktstellen Zugang:
Die Gruppen erhielten Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit (245), nahmen an Fortbildungen der Kontaktstelle teil (244), wurden zu anderen Themen ebenfalls beraten (148) und bei der Raumsuche unterstützt (79).
Die Vermittlung von neuen Mitgliedern durch die Selbsthilfekontaktstelle in die Selbsthilfegruppe wurde als weiteres positives Ergebnis von 125 Antwortenden genannt.
Gewünscht wurde mehr Austausch (24 Nennungen), eine noch einfachere Antragstellung (10) und mehr Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit (7).

Die Selbsthilfegruppen nutzten den Fragebogen auch, um eine ganze Reihe von sehr individuellen und regional bezogenen Mitteilungen zu geben:
Mitarbeiterinnen der „Runden Tische“: Hier erwähnten 52 Antragssteller ausdrücklich den guten persönlichen Kontakt, die persönliche Hilfestellung und die rasche Klärung bei Schwierigkeiten und Problemen.

Weiterhin reichten die individuellen Mitteilungen von der Kritik, dass die gesetzlichen Krankenkassen kaum mehr Fahrdienste oder spezielle Gymnastik für brustoperierte Frauen bezahlen, bis zu dem Wunsch in Bayreuth eine Selbsthilfekontaktstelle einzurichten oder dem Wunsch nach mehr Öffentlichkeitsarbeit für seltene Erkrankungen.
Insgesamt zeigt sich an der Befragung die hohe Gesamtzufriedenheit mit dem bayerischen Modell. Die Selbsthilfeförderung in Bayern ist also auf dem richtigen Weg und kann beispielhaft für andere Bundesländer sein.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Selbsthilfekoordination Bayern
Irena Tezak und Theresa Keidel 0931/2057913

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