Handwerkszeug zur Gruppengrndung
1. Was bedeutet Selbsthilfe?
Grundstzlich meint Selbsthilfe die Fhigkeit, sich mit eigener Kraft aus einer Not- oder Problemlage zu befreien bzw. Schritt fr Schritt diesen Weg zu versuchen.
Selbsthilfe meint aber auch gegenseitige Hilfe im Sinne von solidarischer Hilfe durch “nicht-professionelle HelferInnen”, die keine Bezahlung erhalten und auch keinen institutionellen Regeln unterliegen. Denn Selbsthilfe gelingt in einer Gruppe von Gleichbetroffenen leichter als alleine, frei nach dem Motto der Anonymen Alkoholiker: Du allein kannst es, aber du kannst es nicht alleine.
Eine Selbsthilfegruppe ist der freiwillige Zusammenschluss von Menschen. Diese untersttzen und helfen sich mittels solidarischer Interaktionen. Das Engagement in der Selbsthilfe basiert auf direkter Betroffenheit und gemeinsamer Solidaritt.
Selbsthilfegruppen sind deutlich abzugrenzen zu professionellen Hilfen wie psychologischer oder medizinischer Beratung und Therapie. Hauptanliegen der Gruppe ist der Erfahrungs- und Wissensaustausch, um den Alltag besser zu meistern. In der Regel setzt sich eine Selbsthilfegruppe aus Betroffenen oder/und Angehrigen zusammen: Erfahrene Selbsthilfegruppenmitglieder werden zu ExpertInnen in eigener Sache und geben so ihr Erfahrungswissen an neue Gruppenmitglieder weiter. Des weiteren kooperieren viele Selbsthilfegruppen eng mit dem professionellen medizinischen oder sozialen Hilfe-System. Es gibt Selbsthilfegruppen fr gesundheitliche und soziale Problembereiche.
2. Wie entsteht und wie arbeitet eine Selbsthilfegruppe?
Eine Selbsthilfegruppe entsteht aus dem Bedrfnis betroffener Personen, sich untereinander auszutauschen und sich gegenseitig zu untersttzen.
Aus ihrer gemeinsamen Betroffenheit heraus entwickeln die Mitglieder von Selbsthilfegruppen Solidaritt, Verstndnis und gegenseitige Hilfe. Wichtig ist die Tatsache, dass die Gruppe einen “Schutzraum” bietet, in dem Offenheit und Vertrauen mglich sind.
Durch Erfahrungsaustausch, gegenseitige Entlastung und Ermutigung lernen die Mitglieder voneinander und miteinander.
Sie tun dies ohne professionelle Leitung, aber durchaus teilweise mit zeitlich begrenzter professioneller Untersttzung (z.B. durch eine Selbsthilfekontaktstelle in der Anfangsphase oder bei Krisen), denn die stndige Anwesenheit von Personen aus dem professionellen Bereich oder anderen Nichtbetroffenen wrde sich bei diesem Prozess nachteilig auswirken.
3. Was bewirkt eine Selbsthilfegruppe?
Die Selbsthilfegruppe strkt die Menschen in und nach Krisen durch die Entwicklung einer vertrauensvollen Beziehung zu den anderen Gruppenmitgliedern. Durch Erfahrungsaustausch, Verstndnis und Anteilnahme wird Untersttzung und ein Hilfsnetz aufgebaut.
So bietet die Gruppe ein geschtztes Lernfeld zur Verbesserung der sozialen Beziehungen. Dieses Modell hat positive Auswirkungen auch auf das Lebensumfeld des Betroffenen auerhalb der Gruppe: Das Selbstwertgefhl wird gefestigt, gesunde Anteile werden gestrkt.
Auerdem verfgt die Gruppe ber zahlreiche Informationen zum eigenen Thema: z.B. zur Krankheit, zur Bewltigung von Folgeproblemen wie der existenziellen Sicherung, der sozialen Beziehungen etc. und welche professionelle Hilfe sinnvoll ist. Dieses Spezialwissen wird vielfach auch von Auenstehenden genutzt, zum Beispiel von Angehrigen und FreundInnen, von Neubetroffenen oder KooperationspartnerInnen aus dem professionellen System.
4. Was charakterisiert Selbsthilfegruppen?
Selbsthilfegruppen sind keine Dienstleistungseinrichtungen, sondern bestehen durch das Prinzip des gegenseitigen Gebens und Nehmens.
Ziel sollte deshalb sein, dass alle Mitglieder die Gelegenheit zur stetigen und aktiven Teilnahme erhalten. Mitarbeit und Beteiligung am Gesprch drfen keinem Zwang unterliegen – sollten aber das Prinzip der Solidaritt befolgen.
Nur wenn die Teilnahme freiwillig erfolgt knnen sich die Vorzge der Selbsthilfe entfalten.
5. Ablauf einer Gesprchsselbsthilfegruppe:
- Eingangsrunde:
Am Anfang jedes Gruppentreffens kommt jede/jeder TeilnehmerIn zu folgenden Fragestellungen kurz zu Wort: Wie geht es mir? Wie fhle ich mich? Welche Themen vom letzten Treffen haben mich noch weiter beschftigt? Was erhoffe ich mir vom heutigen Treffen? Habe ich ein Thema, Problem, das ich unbedingt heute besprechen mchte?
Dieses Anfangsblitzlicht sollte nicht zu lange dauern und muss deshalb gut von der gewhlten Gesprchsleitung moderiert werden. Kurze Beitrge, mglichst ohne Nachfragen, jedoch ohne den Zwang etwas sagen zu mssen, haben sich in der Regel bewhrt.
Auch bei Gruppen, die sich schon lnger treffen, ist es gerade fr neue Mitglieder wichtig, dass sich alle Anwesenden kurz in der Anfangsrunde vorstellen. - Hauptteil der Gruppensitzung:
Fr den Kernteil des Treffens kann es sinnvoll sein Gesprchsthemen zu sammeln und die Bearbeitung dieser Themen fr bestimmte Treffen zu vereinbaren.
Dazu knnen auch von einigen TeilnehmerInnen der Gruppe Vorbereitungen getroffen werden: zum Beispiel ein Fachartikel, ein Einstiegsvortrag, ein Rollenspiel, eine Geschichte oder andere Methoden lebendigen Lernens wie z.B. Krper- und Entspannungsbungen, Phantasiereisen oder Gymnastik.
Um das hohe Informationsbedrfnis zum eigenen Thema zu stillen, hat sich auch die Einladung von ReferentInnen von aussen zu bestimmten Themen bewhrt.
Das vereinbarte Thema sollte in der Regel bearbeitet werden, es sei denn ein besonders dringliches Problem eines Gruppenmitgliedes steht an (ergibt sich meist aus der Eingangsrunde).
Auch in diesem Hauptteil der Gruppensitzung kann ein kurzes Zwischenblitzlicht ein gutes Medium sein, um Strungen in der Gruppenatmosphre ans Licht zur bringen. Jeder der Teilnehmer sollte das Recht haben, eine solche kurze Zwischenrunde einzufordern. Zum Beispiel wenn der Gruppenablauf ins Stocken gert; wenn vom Thema weg geredet wird; wenn langes Schweigen eintritt; wenn Uneinigkeit ber das Vorgehen oder den weiteren Verlauf besteht; wenn ein Gesprch sehr lange zwischen wenigen TeilnehmerInnen hin und her geht.
- Schlussrunde:
Den Abschluss jedes Gruppentreffens bildet eine kurze Feedbackrunde (Abschlussblitzlicht), die allen Beteiligten die Gelegenheit bietet Rckmeldungen zum heutigen Treffen zu geben und Ideen fr die nchsten Treffen einzubringen: Wie ist es mir ergangen beim heutigen Gruppentreffen? Was ich eigentlich noch sagen wollte..; Welche Erwartungen habe ich an das nchste Treffen?).
Erfahrungsgem fllt es schwer das Abschlussblitzlicht einzuhalten (die ersten wollen gerade heute frher gehen, das Thema war so spannend, die Gruppe findet kein Ende). Es ist aber von groer Bedeutung, da Verrgerung und Frustration durch das Ansprechen ein Ventil erfhrt und die Gefahr verringert, dass TeilnehmerInnen kommentarlos weiteren Gruppentreffen fern bleiben.
Eine Besonderheit stellen die “Anonymen Gruppen” (z.B. die Anonymen Alkoholiker) dar mit ihrem eigenen Konzept, das auf zwlf Schritten und zwlf Traditionen (siehe auch Blaues Buch der Anonymen Alkoholiker) beruht. Weitere Kennzeichen sind die Anonymitt, die Unabhngigkeit von finanziellen oder anderen Frderern, offene Meetings ohne vereinbarte Verbindlichkeit, sowie eine spirituelle Dimension. Diese Gruppen finden sich vor allem im Bereich von Suchterkrankungen und psychosozialen Problemen und sind weltweit verbreitet.
6. Der uere Rahmen fr Selbsthilfegruppentreffen
Dauer: Die Dauer eines Treffens sollte zwei Stunden nicht berschreiten, da die Konzentration vor allem in den Abendstunden sonst stark nachlsst. Deshalb ist es wichtig, ein klares Ende der Gruppensitzung zu vereinbaren. Hilfreich kann es sein, zwei Personen mit der Gesprchsmoderation zu beauftragen: Eine ModeratorIn konzentriert sich auf ein ausgeglichenes Gruppengesprch und dass jeder/jede, der/die mchte, zu Wort kommt, die andere achtet auf die Einhaltung der Zeit.
Pausen: Pausen haben sich in vielen Gruppen bewhrt: Eine Pause ermglicht Sicht- und Platzwechsel und lsst unangenehme Strungen oft gar nicht erst aufkommen: gerade Neulinge knnen hier mit alten Hasen intensive Einzelgesprche fhren und werden oft schneller in die Gruppe integriert.
Informelles Beisammensein: Bewhrt hat sich, beim Gruppentreffen noch ein informelles Nachtreffen – ein gemtliches Beisammensein – anzukndigen und abzusprechen. Alle, die mchten, knnen so vllig freiwillig und unverbindlich persnliche Kontakte zu den anderen Gruppenmitgliedern aufbauen und pflegen.
Gruppengre: Fr eine Gesprchsselbsthilfegruppe bietet sich eine Gruppengre von acht bis zwlf TeilnehmerInnen an, um ein persnliches und intensives Gesprch zu ermglichen. Bei nach auen orientierten Selbsthilfegruppen/Selbsthilfeorganisationen gibt es oft wesentlich grere Teilnehmerzahlen: Es ist sinnvoll, hier immer wieder Raum fr Kleingruppen anzubieten.
Weitere Rahmenbedingungen: Ein fester Zeitpunkt (variiert in der Regel von einmal wchentlich bis vierteljhrlich) und ein neutraler, verkehrsgnstiger und ungestrter Raum fr die Gruppentreffen sind wichtige Voraussetzungen, um die Gruppe gelingen zu lassen. Neben Selbsthilfekontaktstellen bieten sich beispielsweise Weiterbildungseinrichtungen, Beratungseinrichtungen, Kliniken an, um kostengnstige Gruppenrume fr die Treffen zu finden.
7. Spielregeln fr Selbsthilfegruppen
Damit der Ablauf der Gruppentreffen mglichst reibungslos funktioniert und sich eine Atmosphre des Vertrauens entwickeln kann, sind von der Gruppe beim Start bestimmte Regeln zur Gruppenarbeit gemeinsam zu vereinbaren. Hier eine Zusammenfassung von bewhrten “Spielregeln” einer Selbsthilfegruppe, die jedoch je nach Gruppe abgewandelt werden knnen.
- Vertraulichkeit: Alles was in der Gruppe besprochen wird und geschieht, wird nicht nach auen getragen. Wer mchte, kann anonym bleiben.
- Pnktlichkeit sollte selbstverstndlich sein. Jeder/jede nimmt die Zeit der anderen ernst.
- Verantwortung: Jeder/jede in der Gruppe bernimmt die Verantwortung fr sich selbst. Sie/er achtet darauf, nur soviel von sich preiszugeben, wie sie/er mchte.
- Gegenseitige Achtung: Jeder/jede hrt aufmerksam zu, soll zu Wort kommen knnen, fllt niemandem ins Wort und hlt sich mit Interpretationen zurck. Seitengesprche mit den Sitznachbarn knnen das Gruppengesprch erheblich stren. Meist sind dies wichtige Beitrge, die fr alle interessant sind, oder weisen auf sogenannte Strungen (siehe nchsten Punkt) hin.
- Strungen haben Vorrang: Emotionen, Ablenkungen, Konzentrationsprobleme brauchen in der Gruppe immer Raum und sollten mglichst rasch angesprochen und bearbeitet werden.
- Verbindlichkeit: Wenn jemand nicht zur Gruppe kommen kann, gibt er/sie Bescheid.
- Ehrlichkeit: Wer die Gruppe verlassen mchte, sollte sich mglichst unter Angabe der Grnde verabschieden.
- Trinken, Essen und Rauchen kann sich strend auf die Konzentration auswirken.
4. Was charakterisiert Selbsthilfegruppen?
Selbsthilfegruppen sind keine Dienstleistungseinrichtungen, sondern bestehen durch das Prinzip des gegenseitigen Gebens und Nehmens.
Ziel sollte deshalb sein, dass alle Mitglieder die Gelegenheit zur stetigen und aktiven Teilnahme erhalten. Mitarbeit und Beteiligung am Gesprch drfen keinem Zwang unterliegen – sollten aber das Prinzip der Solidaritt befolgen.
Nur wenn die Teilnahme freiwillig erfolgt knnen sich die Vorzge der Selbsthilfe entfalten.
5. Ablauf einer Gesprchsselbsthilfegruppe:
- Eingangsrunde:
Am Anfang jedes Gruppentreffens kommt jede/jeder TeilnehmerIn zu folgenden Fragestellungen kurz zu Wort: Wie geht es mir? Wie fhle ich mich? Welche Themen vom letzten Treffen haben mich noch weiter beschftigt? Was erhoffe ich mir vom heutigen Treffen? Habe ich ein Thema, Problem, das ich unbedingt heute besprechen mchte?
Dieses Anfangsblitzlicht sollte nicht zu lange dauern und muss deshalb gut von der gewhlten Gesprchsleitung moderiert werden. Kurze Beitrge, mglichst ohne Nachfragen, jedoch ohne den Zwang etwas sagen zu mssen, haben sich in der Regel bewhrt.
Auch bei Gruppen, die sich schon lnger treffen, ist es gerade fr neue Mitglieder wichtig, dass sich alle Anwesenden kurz in der Anfangsrunde vorstellen. - Hauptteil der Gruppensitzung:
Fr den Kernteil des Treffens kann es sinnvoll sein Gesprchsthemen zu sammeln und die Bearbeitung dieser Themen fr bestimmte Treffen zu vereinbaren.
Dazu knnen auch von einigen TeilnehmerInnen der Gruppe Vorbereitungen getroffen werden: zum Beispiel ein Fachartikel, ein Einstiegsvortrag, ein Rollenspiel, eine Geschichte oder andere Methoden lebendigen Lernens wie z.B. Krper- und Entspannungsbungen, Phantasiereisen oder Gymnastik.
Um das hohe Informationsbedrfnis zum eigenen Thema zu stillen, hat sich auch die Einladung von ReferentInnen von aussen zu bestimmten Themen bewhrt.
Das vereinbarte Thema sollte in der Regel bearbeitet werden, es sei denn ein besonders dringliches Problem eines Gruppenmitgliedes steht an (ergibt sich meist aus der Eingangsrunde).
Auch in diesem Hauptteil der Gruppensitzung kann ein kurzes Zwischenblitzlicht ein gutes Medium sein, um Strungen in der Gruppenatmosphre ans Licht zur bringen. Jeder der Teilnehmer sollte das Recht haben, eine solche kurze Zwischenrunde einzufordern. Zum Beispiel wenn der Gruppenablauf ins Stocken gert; wenn vom Thema weg geredet wird; wenn langes Schweigen eintritt; wenn Uneinigkeit ber das Vorgehen oder den weiteren Verlauf besteht; wenn ein Gesprch sehr lange zwischen wenigen TeilnehmerInnen hin und her geht.
- Schlussrunde:
Den Abschluss jedes Gruppentreffens bildet eine kurze Feedbackrunde (Abschlussblitzlicht), die allen Beteiligten die Gelegenheit bietet Rckmeldungen zum heutigen Treffen zu geben und Ideen fr die nchsten Treffen einzubringen: Wie ist es mir ergangen beim heutigen Gruppentreffen? Was ich eigentlich noch sagen wollte..; Welche Erwartungen habe ich an das nchste Treffen?).
Erfahrungsgem fllt es schwer das Abschlussblitzlicht einzuhalten (die ersten wollen gerade heute frher gehen, das Thema war so spannend, die Gruppe findet kein Ende). Es ist aber von groer Bedeutung, da Verrgerung und Frustration durch das Ansprechen ein Ventil erfhrt und die Gefahr verringert, dass TeilnehmerInnen kommentarlos weiteren Gruppentreffen fern bleiben.
Eine Besonderheit stellen die “Anonymen Gruppen” (z.B. die Anonymen Alkoholiker) dar mit ihrem eigenen Konzept, das auf zwlf Schritten und zwlf Traditionen (siehe auch Blaues Buch der Anonymen Alkoholiker) beruht. Weitere Kennzeichen sind die Anonymitt, die Unabhngigkeit von finanziellen oder anderen Frderern, offene Meetings ohne vereinbarte Verbindlichkeit, sowie eine spirituelle Dimension. Diese Gruppen finden sich vor allem im Bereich von Suchterkrankungen und psychosozialen Problemen und sind weltweit verbreitet.
6. Der uere Rahmen fr Selbsthilfegruppentreffen
Dauer: Die Dauer eines Treffens sollte zwei Stunden nicht berschreiten, da die Konzentration vor allem in den Abendstunden sonst stark nachlsst. Deshalb ist es wichtig, ein klares Ende der Gruppensitzung zu vereinbaren. Hilfreich kann es sein, zwei Personen mit der Gesprchsmoderation zu beauftragen: Eine ModeratorIn konzentriert sich auf ein ausgeglichenes Gruppengesprch und dass jeder/jede, der/die mchte, zu Wort kommt, die andere achtet auf die Einhaltung der Zeit.
Pausen: Pausen haben sich in vielen Gruppen bewhrt: Eine Pause ermglicht Sicht- und Platzwechsel und lsst unangenehme Strungen oft gar nicht erst aufkommen: gerade Neulinge knnen hier mit alten Hasen intensive Einzelgesprche fhren und werden oft schneller in die Gruppe integriert.
Informelles Beisammensein: Bewhrt hat sich, beim Gruppentreffen noch ein informelles Nachtreffen – ein gemtliches Beisammensein – anzukndigen und abzusprechen. Alle, die mchten, knnen so vllig freiwillig und unverbindlich persnliche Kontakte zu den anderen Gruppenmitgliedern aufbauen und pflegen.
Gruppengre: Fr eine Gesprchsselbsthilfegruppe bietet sich eine Gruppengre von acht bis zwlf TeilnehmerInnen an, um ein persnliches und intensives Gesprch zu ermglichen. Bei nach auen orientierten Selbsthilfegruppen/Selbsthilfeorganisationen gibt es oft wesentlich grere Teilnehmerzahlen: Es ist sinnvoll, hier immer wieder Raum fr Kleingruppen anzubieten.
Weitere Rahmenbedingungen: Ein fester Zeitpunkt (variiert in der Regel von einmal wchentlich bis vierteljhrlich) und ein neutraler, verkehrsgnstiger und ungestrter Raum fr die Gruppentreffen sind wichtige Voraussetzungen, um die Gruppe gelingen zu lassen. Neben Selbsthilfekontaktstellen bieten sich beispielsweise Weiterbildungseinrichtungen, Beratungseinrichtungen, Kliniken an, um kostengnstige Gruppenrume fr die Treffen zu finden.
7. Spielregeln fr Selbsthilfegruppen
Damit der Ablauf der Gruppentreffen mglichst reibungslos funktioniert und sich eine Atmosphre des Vertrauens entwickeln kann, sind von der Gruppe beim Start bestimmte Regeln zur Gruppenarbeit gemeinsam zu vereinbaren. Hier eine Zusammenfassung von bewhrten “Spielregeln” einer Selbsthilfegruppe, die jedoch je nach Gruppe abgewandelt werden knnen.
- Vertraulichkeit: Alles was in der Gruppe besprochen wird und geschieht, wird nicht nach auen getragen. Wer mchte, kann anonym bleiben.
- Pnktlichkeit sollte selbstverstndlich sein. Jeder/jede nimmt die Zeit der anderen ernst.
- Verantwortung: Jeder/jede in der Gruppe bernimmt die Verantwortung fr sich selbst. Sie/er achtet darauf, nur soviel von sich preiszugeben, wie sie/er mchte.
- Gegenseitige Achtung: Jeder/jede hrt aufmerksam zu, soll zu Wort kommen knnen, fllt niemandem ins Wort und hlt sich mit Interpretationen zurck. Seitengesprche mit den Sitznachbarn knnen das Gruppengesprch erheblich stren. Meist sind dies wichtige Beitrge, die fr alle interessant sind, oder weisen auf sogenannte Strungen (siehe nchsten Punkt) hin.
- Strungen haben Vorrang: Emotionen, Ablenkungen, Konzentrationsprobleme brauchen in der Gruppe immer Raum und sollten mglichst rasch angesprochen und bearbeitet werden.
- Verbindlichkeit: Wenn jemand nicht zur Gruppe kommen kann, gibt er/sie Bescheid.
- Ehrlichkeit: Wer die Gruppe verlassen mchte, sollte sich mglichst unter Angabe der Grnde verabschieden.
- Trinken, Essen und Rauchen kann sich strend auf die Konzentration auswirken.
6. Der uere Rahmen fr Selbsthilfegruppentreffen
Dauer: Die Dauer eines Treffens sollte zwei Stunden nicht berschreiten, da die Konzentration vor allem in den Abendstunden sonst stark nachlsst. Deshalb ist es wichtig, ein klares Ende der Gruppensitzung zu vereinbaren. Hilfreich kann es sein, zwei Personen mit der Gesprchsmoderation zu beauftragen: Eine ModeratorIn konzentriert sich auf ein ausgeglichenes Gruppengesprch und dass jeder/jede, der/die mchte, zu Wort kommt, die andere achtet auf die Einhaltung der Zeit.
Pausen: Pausen haben sich in vielen Gruppen bewhrt: Eine Pause ermglicht Sicht- und Platzwechsel und lsst unangenehme Strungen oft gar nicht erst aufkommen: gerade Neulinge knnen hier mit alten Hasen intensive Einzelgesprche fhren und werden oft schneller in die Gruppe integriert.
Informelles Beisammensein: Bewhrt hat sich, beim Gruppentreffen noch ein informelles Nachtreffen – ein gemtliches Beisammensein – anzukndigen und abzusprechen. Alle, die mchten, knnen so vllig freiwillig und unverbindlich persnliche Kontakte zu den anderen Gruppenmitgliedern aufbauen und pflegen.
Gruppengre: Fr eine Gesprchsselbsthilfegruppe bietet sich eine Gruppengre von acht bis zwlf TeilnehmerInnen an, um ein persnliches und intensives Gesprch zu ermglichen. Bei nach auen orientierten Selbsthilfegruppen/Selbsthilfeorganisationen gibt es oft wesentlich grere Teilnehmerzahlen: Es ist sinnvoll, hier immer wieder Raum fr Kleingruppen anzubieten.
Weitere Rahmenbedingungen: Ein fester Zeitpunkt (variiert in der Regel von einmal wchentlich bis vierteljhrlich) und ein neutraler, verkehrsgnstiger und ungestrter Raum fr die Gruppentreffen sind wichtige Voraussetzungen, um die Gruppe gelingen zu lassen. Neben Selbsthilfekontaktstellen bieten sich beispielsweise Weiterbildungseinrichtungen, Beratungseinrichtungen, Kliniken an, um kostengnstige Gruppenrume fr die Treffen zu finden.
7. Spielregeln fr Selbsthilfegruppen
Damit der Ablauf der Gruppentreffen mglichst reibungslos funktioniert und sich eine Atmosphre des Vertrauens entwickeln kann, sind von der Gruppe beim Start bestimmte Regeln zur Gruppenarbeit gemeinsam zu vereinbaren. Hier eine Zusammenfassung von bewhrten “Spielregeln” einer Selbsthilfegruppe, die jedoch je nach Gruppe abgewandelt werden knnen.
- Vertraulichkeit: Alles was in der Gruppe besprochen wird und geschieht, wird nicht nach auen getragen. Wer mchte, kann anonym bleiben.
- Pnktlichkeit sollte selbstverstndlich sein. Jeder/jede nimmt die Zeit der anderen ernst.
- Verantwortung: Jeder/jede in der Gruppe bernimmt die Verantwortung fr sich selbst. Sie/er achtet darauf, nur soviel von sich preiszugeben, wie sie/er mchte.
- Gegenseitige Achtung: Jeder/jede hrt aufmerksam zu, soll zu Wort kommen knnen, fllt niemandem ins Wort und hlt sich mit Interpretationen zurck. Seitengesprche mit den Sitznachbarn knnen das Gruppengesprch erheblich stren. Meist sind dies wichtige Beitrge, die fr alle interessant sind, oder weisen auf sogenannte Strungen (siehe nchsten Punkt) hin.
- Strungen haben Vorrang: Emotionen, Ablenkungen, Konzentrationsprobleme brauchen in der Gruppe immer Raum und sollten mglichst rasch angesprochen und bearbeitet werden.
- Verbindlichkeit: Wenn jemand nicht zur Gruppe kommen kann, gibt er/sie Bescheid.
- Ehrlichkeit: Wer die Gruppe verlassen mchte, sollte sich mglichst unter Angabe der Grnde verabschieden.
- Trinken, Essen und Rauchen kann sich strend auf die Konzentration auswirken.
